Was unsere "Futterbeschaffer" so über uns denken...

Glauben Sie's oder glauben Sie's nicht. Einen Mops in seiner Nähe zu haben, ist einfach was Tolles! Einen Mops besitzt man eben nicht, man verfällt ihm.

 

Der immer wieder gern zitierte Loriot muß daher auch hier herhalten:

 

"Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos."

 

Wie wahr das ist, wissen wir auch erst, seit Evy und Bobby und jetzt Léon bei uns sind. Ich bin selbst mit Hunden groß geworden und, so unglaublich sich das anhört, Möpse sind irgendwie keine richtigen Hunde und irgendwie anders als alle ihre Artgenossen, mit denen ich vorher so zu tun hatte.

 

 "Sie vereinigen die Vorzüge von Kindern, Katzen, Fröschen und Mäusen."

 

sagte dazu ebenso sehr folgerichtig der große Loriot. Sie folgen Dir auf Schritt und Tritt und sind Dir ergeben, ohne dabei ihre Würde zu verlieren. Sie machen jeden Spaß mit, lassen sich verkleiden, lernen Kunststücke, aber sie mögen es einfach nicht, wenn man über sie lacht. Und, oh ja, sie können SEHR stur sein, wenn sie etwas nicht wollen, aber ihre Sturheit und die Konsequenz, mit der sie sie an den Tag legen, hat irgendwo etwas Betörendes, so daß man ihnen immer wieder gerne nachgibt. Und sie verstehen nahezu ALLES, was wir so kommunizieren. Das kann man glauben oder nicht, aber es ist so, davon sind wir überzeugt. Sie haben zudem eine unnachahmliche Art, einen so um den Finger zu wickeln, daß man einfach nicht anders kann.

 

Sie kommen elegant daher, aber sie haben manchmal ein Benehmen, das ganz und gar nicht ihrem aristokratischen Antritt entspricht. Wenn der Bobby rülpste (ja, das machte er!), drehten sich schon mal die Leute um und schauten die Wiltrud ganz entsetzt an - da hatte der Bobby aber schon wieder seinen Unschuldsblick drauf. Und ja, beide können pupsen, manchmal so schlimm, daß sie selber davor laufen gehen. Fernsehsendungen zu kommentieren gehört auch zum alltäglichen Zusammenleben, aber wir schimpfen ja auch, wenn uns etwas nicht gefällt. All diese kleinen Dinge verzeiht man ihnen jedoch gerne, weil sie durch ihren Charme und ihre bedingungslose Ergebenheit mehr als wett gemacht werden.

 

Was sie nicht mögen ist das Alleinsein und von ihren geliebten Menschen verlassen zu werden, das kann im schlimmsten Fall in einer Psychose enden, da die Tiere dann unendlich leiden. Bedenken Sie daher unbedingt, wenn auch Sie Begleitperson eines Mopses werden wollen, daß ihr Schützling nie länger als max. drei Stunden ohne Sie auskommen möchte und auch nicht kann.

 

Wir haben und, leider, hatten das Glück mit zwei solchen Prachtexemplaren unser Leben teilen zu dürfen und ja, wir haben deswegen Vieles in unserem Alltag verändern müssen, aber wir haben es gerne getan. Bobby ist am 17.6.2013 mit 11 Jahren leider viel zu früh verstorben und Evy ist ihm am 14.1.2017, mit 9 Jahren ebenfalls viel zu jung, gefolgt. Seit nun aber seit Anfang Februar die Bambi mit dabei ist, sind Léon und sein Papa Giacomo nun nicht mehr allein.


 

 

Wiltrud & Jost