Bambi, die Schönheit von der Ostsee


Hallo, ich bin die Bambi von der Rügenschlucht und wurde am 13.4.2015 in Sassnitz auf Rügen geboren. Seit Anfang Februar bin ich bei den Jungs vom Mopsteam Provence. Alles ist so neu, ich muß erstmal alles erkunden ..... Mann ist das aufregend .....


 

 

 

 


Eure Bambi



Evy, wir werden immer an Dich denken


4.2.2007, die schwarze Debbi von der Löwenburg bringt vom Papa Carlo von Khan of Peking in Bocholt drei Babies zur Welt, zwei Jungs und ein Mädel, die Iwi, Iwi von der Löwenburg startet durch ins Leben. Iwi war ein fixes Mädchen und schon als Baby perfekt, so sollte sie zur Zuchthündin werden. Dieser Job war aber nichts für sie und so wurde sie mir im Februar 2011, nur wenige Tage nach ihrem 4. Geburtstag, bei einem Besuch bei dem Züchter angeboten. Da sprang sofort der Funke über, Küsschen ohne Ende, immer im Vordergrund und dann legte sie sich auf mein Bein und schlief ein. Am Ende dann noch der typische Mädchenblick mit der Aufforderung „laß mich doch bei Dir bleiben“, da konnten wir nicht widerstehen und nahmen sie in unsere Familie auf. Mit dem Bobby verstand sie sich von Anfang an perfekt, obwohl er eher der ruhige gemächliche Typ und Iwi von Anfang an eine Rakete war. Immer, wenn etwas Neues kam oder sie sich freute, war sie ganz aufgeregt. Ich war erstaunt, wie gut sie schon Befehle kannte und wie folgsam sie war, es sei denn, es gab etwas zu essen, dann war die Iwi immer im Vordergrund.

 

Ihre spezielle Cleverness zeigte sich mir von Anfang an, denn Leckerchen-Suchspiele beispielsweise löste sie im Handumdrehen. Ich fand daher, daß ihr Name, Iwi, wie Kiwi, nicht so recht paßte, aber sie hörte phonetisch darauf, so entschloß ich mich aus Iwi einfach Evy zu machen (spricht sich, englisch ausgesprochen, phonetisch identisch). Evy war immer meine, wo ich hinging, war sie auch und das, obwohl sie ihr Fressen immer von der Wiltrud bekam. Nur wenige Wochen nach ihrer Ankunft ließen wir sie kastrieren, da sie ja mit Bobby zusammenlebte, der aufgrund seiner Atemprobleme nicht mehr operiert werden konnte und da wir auch feststellten, daß sie mit Kindern nichts anfangen konnte. Weder mit Hundewelpen, noch mit Menschenbabies.

 

Eine schöne gemeinsame Zeit brach nun für uns an und Evy mischte kräftig mit, Anfangs war das Bett für die Hunde tabu, was Bobby auch befolgte, Evy jedoch startete so eine Art soften Psychoterror und kochte uns weich, so daß sie von nun an immer direkt neben mir schlafen konnte. Bobby hatte das später mal mitbekommen und war tiefst beleidigt, ich mußte sehr lange bei ihm kleine Brötchen backen, aber er hat es uns dann am Ende auch verziehen. Evy wußte auch, wenn sie Unsinn gemacht hatte und dann ausgeschimpft wurde. Dann saß sie vor mir züngelte und trippelte mit den Vorderpfoten, bis ich dann endlich weich war und „komm her“ sagte. Dann kam sie sofort und legte sich dicht zu mir und schmuste, um alles wieder gut zu machen. Wurde sie aber zu Unrecht ausgeschimpft, konnte sie auch beleidigt sein, doch das war nie von langer Dauer.

 

Evy war überdurchschnittlich intelligent und ich fand sie diesbezüglich auch unterfordert, so plante ich, mit ihr Agility zu machen, obwohl Evy, wie ich, nie eine Sportskanone war. Nur wenige Sitzungen brauchte sie, um die Aufgaben zu verstehen und zu meistern, sehr viel Angst hatte sie dabei vor dem Schwebebalken, aber auch den meisterte sie mit Bravour. Als wir uns dann an den Gesamt-Parcour machten, hatte sie noch einmal mitgespielt. Beim zweiten Mal aber stoppte sie dann plötzlich mittendrin, schaute mich groß an, rannte dann direkt zu dem großen Schwebebalken, ging ganz allein hinüber und blieb am Farbwechsel sitzen, auf daß sie ein Leckerchen bekommt. Ich gab es ihr aber sie hatte keine Lust mehr und ist dann direkt zum Ausgang gelaufen. Sie schaute mich an mit einem Blick, der mir sagen sollte: „Komm jetzt endlich, mir wird es hier zu langweilig“. Wir sind danach auch nie mehr zum Agility gegangen.

 

Evy liebte es, wenn wir in unser südfranzösisches Domizil fuhren, da blühte sie richtig auf, wenn sie in der Sonne liegen und das Meer schauen konnte, wohlgemerkt nur schauen, denn Evy war extremst wasserscheu. Gassi gehen bei Regenwetter war immer ein Angang mit ihr. Sie brauchte auch ewig, um den richtigen Platz zu finden. Er mußte schön sauber sein, gut riechen und es mußte ein Pflänzchen da sein. Dann zeigte sie uns auch, wie schön sie Pipi im Handstand machen konnte.

 

Evy war eine perfekte Prinzessin, auf die ich immer sehr stolz war. Sie sah nicht nur gut aus, sie war auch überdurchschnittlich intelligent und hatte keine der typischen Mopskrankheiten. Ihre Atmung, ihr Herz, die Gelenke, alles war perfekt und auf ein hohes Alter ausgelegt. Einzig der Magen, wenn es zuviel Getriede gab, da spuckte sie schon mal weißen Schleim oder sabberte, wir stellten dann das Essen für sie vollständig auf Getreidefrei um, womit sie gut zurecht kam. Eine Besonderheit von ihr war, daß sie, wenn es schön warm war und es ihr gut ging, auf der Stirn leicht nach Aprikosen duftete, ihr ganz persönliches Parfüm.

 

Am 17.6.2013 dann ein Schicksalsschlag für uns alle. Bobby starb an Herzdilatation. Evy hatte vorab sehr viel Angst um ihn, wenn seine Krampfattacken kamen und er laut schreien mußte. Nachdem er dann in der Küche gestorben ist, hatte sie sich zunächst gar nicht wieder dorthin getraut. Der kurz danach ankommende Welpe Léon war für sie zunächst ein Störfaktor aber bald schien sie froh, wieder einen Kameraden zu haben. Evy war für Léon immer eine Ersatzmama gewesen. Je mehr Léon erwachsen wurde, umso mehr hingen die Zwei zusammen. Auch als am 8.5.2016 Léons Papa Giacomo nachrückte gab es keine Probleme.

 

Am 4.2.2016 wurde sie neun Jahre alt und wir wußten noch nicht, daß dieses Jahr ihr Schicksalsjahr werden sollte. Sie hatte zu dieser Zeit ein Gewicht von 9,8 kg, was natürlich zuviel war, was man ihr aber nicht ansah. Auch mit diesem Gewicht wirkte sie elegant wie immer und niemals plump, aber es mußte etwas weg, dazu schränkten wir die Leckerchen ein und Gramm für Gramm verschwand dann auch. Im August 2016 lagen wir dann so nebeneinander und ich dachte mir, wie gut es ihr doch gesundheitlich jetzt geht, sie hatte niemals mehr gespuckt und machte einen ruhigen und zufriedenen Eindruck. Dann mußten wir aber im September für einen Monat zurück nach Deutschland und es wurde sehr unruhig. Evy wollte nicht mehr fressen, ein Zustand, den ich von ihr überhaupt nicht kannte. Unsere Ärztin half ihr und wir fuhren wieder nach Frankreich. Alles lief soweit wieder gut, aber es traten nun öfters wieder Vorfälle in der Form auf, daß sie nicht fressen wollte und auch Schleim spuckte. Ende November ging sie dann für 6 Tage in eine Tierklinik und wurde vollständig untersucht. Dabei wurde eine schwere 12-Finger- und Dünndarmentzündung festgestellt. Die anschließende Therapie verlief aber sehr erfolgreich. Die inzwischen auf 6,9 kg abgemagerte Evy legte wieder an Gewicht zu und war fröhlich und agil wie in ihren jungen Tagen.

 

Dann kam der 14.1.2017.

 

Evy, die vorher noch wie das blühende Leben war, spuckte die ganze Nacht Schleim und war dann sehr schlapp, umgehend brachten wir sie in die Klinik. Dort wurde das Blut untersucht und ein Schock festgestellt. Sie blieb dort zur besseren Kontrolle, aber wir fuhren mit einem sehr schlechten Gefühl nach Hause. Um 23:00 Uhr erhielten wir dann einen Anruf von der Klinik, wo man uns mitteilte, daß Evy gerade gestorben sei. Wir waren fassungslos, gerade auch weil sie auf einem so guten Weg war und dann plötzlich das. Genau drei Wochen vor ihrem zehnten Geburtstag. Später erfuhren wir, daß sie an ererbtrer Mastocytose litt, gestorben ist sie an einem malignen Lymphom mit Metastasen in Magen und Bauchraum.

 

Mit Evy habe ich meine beste Freundin verloren. Ich werde sehr ihren Charme und ihre bedingungslose Zuneigung vermissen. Und den Aprikosenduft auf ihrer Stirn, wenn es warm war und es ihr gut ging.

 

Jost Buchelt im Januar 2017

 

 

 

 Hier nochmal ein paar Bilder von Evy:

Evys Bilder



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

Alles so aufregend im neuen Zuhause

 

 In Memoriam für Evy



Evy ist nun wieder bei ihrem Bobby
Meine kleine Prinzessin ist nun für immer eingeschlafen.

 

Evy, 4.2.2007-14.1.2017

 

Evys Papa. der Carlo, Prinz von Khan of Peking (7.10.2004 - 26.10.2016)

 

Evys Bruder Ingo. Sie sind am gleichen Tag geboren

 

Evys Bruder Morten, auch ein Wurfgeschwisterchen
Evys Neffe Nero
Evys Tante Emma
Papa Carlo am 4.8.2012
Wurfbruder Morten am 4.8.2012
Das Familientreffen war wirklich sehr aufregend - links ist Tante Emma