Léon, der kleine tessiner Wirbelwind

  

Hallo, ich bin der kleine Léon Black Diamond di Locarno. Ich bin ein kleiner schweizer Junge aus dem Tessin. Ich bin am 14.4.2013 in Locarno am Lago Maggiore geboren und meine Eltern sind der schwarze Giacomo und die beige Molly. Seit einem Jahr bin ich bei meiner neuen Familie und finde es hier unglaublich toll, vor allem, wenn wir in Frankreich sind, da habe ich soo viele Freunde. Mit der Evy komme ich ganz gut klar, aber die will nicht immer so mit mir spielen, wie ich gerne möchte, sie ist ja auch schon was älter. Sie ist aber meine beste Freundin und beim Spazierengehen achte ich immer darauf, daß wir alle zusammen bleiben.

 

Im Haus passe ich immer schön auf, daß Niemand zu nahe kommt. Dann gebe ich immer lautstark Alarm - irgendwie schauen mich dann aber immer alle so komisch an. Das Essen ist hier fantastisch. Immer und überall gibt es was für die Evy und für mich, das reinste Schlaraffenland.

 

Ich weiß, daß vor mir der Bobby hier war. Der schaut abends immer auf mich herunter. Ich hätte ihn gerne kennengelernt, er sieht so sympathisch aus.

 

Mal schauen, was hier noch Neues auf mich zukommt. Ich bin ganz aufgeregt. 

  

 

 

Hier schon mal ein paar Bilder von mir:   

  

Léons Bilder


 

  

  

Euer Léon 

 

 

Giacomo, Léons Papa


Ich bin der Giacomo, ein kleiner Italiano aus San Remo, geboren am 8.5.2010. Groß geworden bin ich in der Schweiz, am Lago Maggiore. Ich habe ganz viele Kinder und zu einem bin ich jetzt hingezogen. Es gibt im Grunde nur zwei Dinge, die mir wirklich wichtig sind: Mein Mensch und mein Essen! Ich bin sehr gelassen, aber bei diesen Punkten kann ich durchaus nervös werden. Kommt das Essen nicht schnell genug in den Topf, mache ich laut Randal, keiner kann verstehen, wie wichtig das für mich ist. Mit dem Léon bilde ich ein gutes Team, die Evy ist lieb, aber manchmal auch etwas streng, ok, sie ist ja auch der Boß. Hier in Frankreich fühle ich mich mittlerweile sehr wohl, alle sind hier sehr nett zu mir. Ich muß mich noch ein wenig einleben, demnächst dann mehr von mir.















Euer Giacomo


  

Bobby - auf ewig unvergessen!   

 

An einem Märztag in 2002, genauer am 26.3., erblickte ein kleines schwarzes Mopsbaby in Ratingen bei Düsseldorf das Licht der Welt. Es war der kleine Ubo vom Gartenhaus, der später den Rufnamen Bobby erhalten sollte. Sein Papa war der Attila vom Zampino, ein beiger Mopsrüde, seine Mama die Eyke von der Gladebecke, eine schwarze Mopshündin. Als letzter sollte damals der kleine Bobby die Mama verlassen. Die Zuchtbedingungen waren nicht vorbildlich und so kam die Mama Eyke später zu einem schönen neuen Zuhause nach Essen. Der Opa Moz, der Papa der Mama, dem der Bobby sehr ähnlich sah, verschwand Ende 2007 leider unter mysteriösen Umständen.

  

Anfang September 2010 begegneten wir das erste Mal dem kleinen Bobby und kurz darauf zog er bei uns ein. Wir waren begeistert über unser neues Familienmitglied und seine liebe und sanfte, ab und an aber doch fordernde Art. Relativ schnell stellte er eine feste Bindung zu meiner Frau Wiltrud her und genauso schnell bemerkten wir auch, daß ein kleiner Gourmet bei uns eingezogen ist. Trockenfutter wollte er schon bald nicht mehr, immer nur gekochtes und anderes Naßfutter, wobei der Fleischanteil immer hoch sein mußte. Ganze gekochte Hühnerherzen waren immer sein Größtes. Und Käse liebte er, ein Stück Baguette mit St. Felicien Käse, je älter je besser, da machte er fast alles für. 

  

Wir erlaubten ihm, immer ständig in unserer Nähe zu sein, so zogen alsbald reichlich Körbchen und Sitzgelegenheiten bei uns ein, sein Lieblingsplatz aber war der Fußhocker von Wiltrud, wo er stets neben ihren Beinen liegen und den Kopf auf einem Fuß aufstützen konnte.

  

Im Februar 2011 sorgten wir dann dafür, daß die damals 4jährige Mopshündin Evy bei uns einziehen konnte, damit er auch einen mopsigen Partner hatte. Kurz darauf wurde er mit einer Magen-Darminfektion schwer krank und mußte für mehrere Tage in die Klinik. Auch sein Herz wurde untersucht und für gut befunden. Wie irrwitzig unser damaliger Glaube der Sicherheit war, sollte sich erst später herausstellen.

  

Evy und Bobby fanden im Laufe der Zeit einen Konsenz, ohne aber dabei ein großes Liebespaar zu werden. Sie schauten sich viel voneinander ab und speziell der Bobby lernte sehr viel dazu. Evy und Bobby achteten aufeinander, aber Bobby mochte nie lange zusammen mit ihr im Körbchen liegen. Bobby entwickelte im Laufe der Zeit einen Ablaufplan für den Tag, auf dessen Einhaltung er sehr viel Wert legte. So kannte er genau die Essenszeiten, brauchte nachmittags seine Ruhe und spätestens gegen 22:00 Uhr sprang er vom Fußhöckerchen und schaute auf den Flur und dann auf uns, was soviel hieß wie „ab ins Bett“.

  

Eine besondere Eigenschaft von Bobby war, daß er „sprechen“ konnte. Im Halbschlaf grummelte er ein „Mmmmh“ für „ja“ und ein „M-Mmmm“ für „Nein“, wenn wir ihm Fragen stellten. Merkwürdigerweise paßte das immer, auch singen konnte er, meistens wenn wir ihn zum Pipimachen um die Ecke getragen haben, damit er nicht immer jede kleine Ecke mitnahm. Bobbys ganzes Wesen war ist und bleibt einmalig, er hatte auch einen gewissen subtilen Humor, wenn er beispielsweise die Evy von seinem Höckerchen vertreiben wollte, dann baffte er in eine andere Richtung, was die Evy umgehend zum Alarmschlagen veranlaßte und sie daraufhin seinen Platz räumte, den er dann anschließend besetzte.

  

Sein Liebstes waren allerdings sein Essen und seine Wiltrud. Bobby war ein kleiner Gourmet und ließ sich immer Zeit, wenn es besonders schmeckte. Auch die Evy durfte dann nicht zu nahe kommen, da kannte er keinen Spaß.

  

Im Juni 2012 wurde dann ein vergrößertes Herz enteckt und Medikationen wurden eingeleitet. Er verlor viel Gewicht, aber gegen Ende 2012 schien es wieder bergauf zu gehen. Ab März kamen dann aber die epileptoiden Anfälle dazu. Er krampfte dann und schrie fürchterlich, aber er kam wieder zurück und alles war wie immer. Als dann im Mai die Platanenpollen wie wild umher flogen kam extreme Atemnot hinzu. Eine nachfolgende nähere Untersuchung ergab, daß sich sein Herz nochmal ausgedehnt hatte und mittlerweile den ganzen Brustkorb einnahm. Er hatte zu diesem Zeitpunkt ein perfektes Blutbild und kaum ein graues Haar im Gesicht. Er war lebenslustig und wollte laufen und mit anderen Hunden schimpfen, aber er konnte es nicht mehr, so nah war er am Limit.

  

Am 17. Juni 2013 war er sehr nervös, wollte ins Bett und wieder heraus, wollte auf die Straße und wieder zurück. Ich mußte an diesem Tag arbeiten und saß im Büro oben im Haus bei uns in Südfrankreich. Nachmittags rief er mich, was er vorher noch nie gemacht hatte, dann ging er mit Wiltrud und Evy in die Küche, nahm seine Tabletten mit Käse und anschließend sein Abendessen. Wir versuchten es, ihm auf mehrere Portionen zu verteilen, aber er wollte das nicht. Anschließend hatte er einen Anfall, der, so wie ich jetzt weiß, auf Herzrythmusstörungen aufgrund des erheblich erweiterten Herzens zurückzuführen war. Er hatte da kaum noch die Kraft zum Schreien und er wollte nochmal zurückkommen, aber es ging nicht mehr. So starb er kurz vor 17:30 Uhr in Wiltruds Armen. Er starb, wie er es wollte, denn bei einer Kommunikation hatte er mal gesagt, daß er „Frankreich liebe“ und „auf keinen Fall eine Spritze haben möchte, wonach die Tiere nicht mehr atmen können“ und er hatte sich für seine letzte Reise nochmal eine Mahlzeit mitgenommen. So konnten wir ihm wenigstens diese letzten Wünsche noch erfüllen.

  

Mit Bobby ist nicht einfach irgendein Hund von uns gegangen, nein, er war ein großartiger Charakter, der beste Freund und das treueste Familienmitglied, was wir jemals hatten. Er wohnt nun wieder bei uns in einer kleinen Urne, deren Farbgebung außen den bräunlichen Schimmer seines Sommerfelles mit der Farbe der Sonne, die er so liebte, vereint, und auf alle Ewigkeit in unserem Herzen, wo er stets unvergessen bleiben wird.

  

Jost Buchelt im Juli 2013

 

 

 

 

 

 

Bobbys Bilder


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das bin ich als kleines Baby
Da war ich noch ein kleiner Mann
Ich bin jetzt ein großes Männlein - und Teamchef
Mein Papa, der Giacomo

 

Papa Giacomo

 

Meine Mama, die Molly
Mama Molly

 

  

In Memoriam für Bobby  

 

 

Bobby, *26.3.2002, +17.6.2013
Bobby bleibt für ewig bei uns
Opa Moz
Die Mama Emily / Eyke
Hinten die Oma Noomi, vorne Onkel Baruch
Onkel Baruch bei dem Familien-Treffen am 28.7.2012

 

Bobby und sein Onkel Luttwich, auch am 28.7.2012

 

Onkel Molineux, der Freund der Damenwelt

 

Cousine Bonni

 

Das letzte Bild von Oma Noomi in 2011. Er hatte sie nicht mehr kennenlernen können